Freizeitrückblicke

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Im Senneheim in Bielefeld wurde vom CVJM Münster vielen Jugendlichen, Erwachsenen und Familien (58 Personen) vom 7.-10. Juni 2019 eine Möglichkeit geboten, für ein paar Tage dem Alltag zu entkommen und „herunterzufahren“. „Reset“ hieß das Motto ...
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Endlich war es wieder soweit: Eine Woche Taizé Diese Woche war mein 10. Mal mit dem CVJM in Taizé. Meine ersten Erfahrungen habe ich mit 18 Jahren gesammelt. Auch dieses Jahr fuhren wir wieder mit einer sehr vielfältigen Gruppe von 18 Teenagern, jungen Erwachsenen und ...
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Pfingsten 2018

Die Pfingstfreizeit.... Was ist das eigentlich genau für eine Freizeit?

Nun die Antwort ist ganz simpel! Sie ist für die ganz Kleinen unter uns und natürlich auch für die ganz Großen. Es sind zwar nur vier Tage, aber in diesen Tagen, wächst die Gemeinschaft unglaublich zusammen- das Alter ist da vollkommen egal.

Egal ob als Familie oder als Einzelperson, dort ist man immer gut aufgehoben und das Programm macht für jede Altersklasse was her. Wie die Schatzsuche für die ganz Kleinen, oder auch das Chaosspiel, für die Älteren oder das lange Reden am Lagerfeuer für die Großen.
Selbst bei Spielen ist egal wer dabei ist, Hauptsache man hat Spaß. Ob man nun Memory spielt oder abends mit der gemischten Gruppe Werwolf und neue Spielkarten kennenlernt. Man lernt von jedem etwas und lernt sogar andere Seiten von den Menschen kennen.

Natürlich war die Kanutour auch ein Hit, selbst für die mutigen Kinder die sich auf den Weg gemacht hatten, war es ein großes Abenteuer, mit einer Wasserschlacht. Und wer etwas weniger Abenteuer erleben wollte, konnte mit in den Tierpark und viele verschiedene Tiere kennen lernen. Und es gab natürlich auch eine entspannte kleine Runde am Haus, die einfach nur das gute Wetter genießen wollte.

Natürlich war es etwas wuselig, aber das war umso schöner, besonders der Satz: „Die Kinder frei laufen lassen..“ hat die Freizeit geprägt. Denn selbst die Jugendlichen haben sich um die jüngeren Teilnehmer gekümmert. Hatten immer ein Auge auf diese, um auch den Eltern ein kleine Auszeit zu gönnen.
Und das Singen war auch gar kein Problem, es waren Lieder für jederman dabei. Da hatten selbst die kleinen Spaß. Selbst das Freizeitthema „WertVoll“ wurde für die jüngeren zum Spaß und jeder hat sein eigenes kleines Schäfchen (zumindest die Kinder).

Alles in allem: die Pfingstfreizeit ist für jeden! Man kann sich entspannen, kann das lockere Programm genießen, welches auch mal kurzfristig geändert werden kann. Man kann sich auch auf seine Arbeit konzentrieren  (wenn man keine andere Wahl hat, hat aber natürlich auch nette Ablenkungen)  und kann das leckere Essen, die Gemeinschaft und die Gespräche genießen - ich habe es jedenfalls getan.

Kiri Eswararajah

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Kinderfreizeit Fürstenau 2018

In diesem Jahr ging es vom 8. August bis zum 17. August in das Freizeitheim Settrup nach Settrup/Fürstenau – das liegt ca. 40 km von Osnabrück entfernt im benachbarten Niedersachsen.

Insgesamt fuhren 20 Kinder im Alter von 7 Jahren bis 12 Jahren und 6 Betreuer im Alter von 20 Jahren bis 39 Jahren mit auf die Kinderfreizeit.

Geschichten aus Fürstenau:

Es begaben sich zum Achten des Monats August 20 Helden und 6 Riesen ins gar nicht so ferne Fürstenau.

Diese Reise traten sie gemeinsam an um etwas zu suchen, zu erfahren und am Ende zu finden. Gemeinschaft!

Sie kämpften miteinander um unlösbare Missionen doch zu lösen. Sie kämpften gegeneinander und mussten Dinge tun, die großen Mut und Überwindung benötigten. Sie waren gemeinsam auf der Suche nach mysteriösen Broschen, um ein verlorenes Schaf wieder zur Vernunft zu bringen.

Und fast täglich kämpften sie gegen die tosenden Fluten. Rutschten der Sonne entgegen, stellten sich den Wellen und tauchten nach Schätzen.
All das taten sie gemeinsam … Hand in Hand. Ein Team.

Am Ende der Reise feierten alle ein großes Hochzeitsfest. Die Liebe wurde gefeiert.

Und mit diesem glückseligen Gefühl kamen sie erschöpft nach Hause.

„Wir sind zusammen groß. Wir sind zusammen alt. Komm‘ lass n‘ bisschen noch zusammen bleiben. Heb die Flossen hoch und die Tassen auch. Wir feiern heute bis zum Morgengrauen.“ (Die Fantastischen 4)

Katja Duderstadt

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Jugendfreizeit - Toskana 2018

Sommer, Sonne, Strand und Meer. Bei strahlender Sonne, strahlenden Teilnehmerinnen und Teilnehmern und lächelnden Teamern haben wir mit insgesamt 50 Personen zwei wundervolle Wochen in der Toskana verbracht. Untergekommen sind wir dabei in fest installierten Zelten, ausgestattet mit Luftmatratzen und freundlichen achtbeinigen Mitbewohnern, die für jede Spinnerei zu haben waren.

Unsere Reise führte uns jeden Tag zum Strand, auf Wanderungen nach Cecina und Donoratico, einen nahegelegenen Aqua Park und nach Pisa. Die Zeit im Camp verbrachten wir mit abwechslungsreichem Programm, darunter zwei Geburtstagsfeiern, ein Kinoabend, ein Gottesdienst im Grünen, eine selbstständig organisierte Abendshow, ein musikalischer Abend mit unserem Nachbarcamp und Workshops. Gelegentlich ergab sich auch freie Zeit, welche dann für Gesellschaftsspiele, Gemeinschaft, Volleyball, Yoga, Lesen und Entspannung im Schatten genutzt wurde.

Das Wetter hat uns während der gesamten Zeit nicht im Stich gelassen und ließ lediglich den ein oder anderen uneingecremten Teilnehmer ein wenig erröten. Nur an einem Tag ging die feuchte Abkühlung auch mal von den Wolken aus.

Wir hatten eine tolle ereignisreiche Zeit voller Abenteuer, Bekanntschaften, Freundschaften und Gemeinschaft.

Fabian Pegel

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Taizé Ostern 2018

Nun war es endlich wieder soweit, Ostern in Taizé!

Endlich, die Reise hatte begonnen, zu einem wundervollen Ort der Ruhe, Beständigkeit und Erholung -Communauté  de Taizé-.

Mein persönliches erstes Mal in Taizé war, als ich 15 Jahre alt war. Und nun bei meiner achten Reise durfte ich die Rolle der Gruppenleitung übernehmen.

Mit großer Begeisterung, viel Spaß und Unterstützung setzte ich mich an die Aufgaben, die vor der Fahrt nach Taizé erledigt werden mussten.

Auch dieses Jahr sind wir wieder mit einer sehr vielfältigen Gruppe von 18 Teenagern, jungen Erwachsenen und Erwachsenen mit 2 Bullis auf den Hügel von Taizé gefahren. Schon auf der Hinfahrt war die Vorfreude unendlich groß. Zusammen freuten wir uns auf eine großartige und gemeinsame Zeit.

Endlich angekommen waren wir sehr erschöpft, aber dennoch sehr glücklich!

Nachdem wir in unsere Unterkunft ziehen konnten und ich alle anderen Aufgaben ebenfalls erfolgreich erledigt hatte, ging es dann richtig los das Taizé-Feeling aufzusaugen...

Mir kam es nach einer sehr kurzen Weile so vor, als wäre ich nie wirklich weg gewesen. Viele bekannte Gesichter und auch Freunde, die man über die Jahre hinweg kennengelernt hat und jedes Jahr wieder sieht. Ein Gefühl der Heimat.

Glockenläuten.... die Abendmesse beginnt. Langsam füllt sich die Kirche und auch wir suchen uns alle einen Platz auf dem Boden.

Die wunderschönen gemeinsamen Gesänge und Gebete in vielen unterschiedlichen Sprachen kann man sich kaum vorstellen, wenn man nicht selber mal da gewesen ist. Mir persönlich gefällt es auch sehr, dass es in jeder Messe eine etwas längere Stille gibt. Um einfach für sich alleine zu beten und seine eigenen Gedanken sammeln zu können, den Alltagsstress hinter sich zu lassen und Zeit für sich und Gott zu haben.

Am Montag ging es dann los mit den unterschiedlichen Aufgaben bzw. Arbeiten und den Bibelgruppen. Nach einer kleinen interessanten Bibeleinführung mit einem Bruder von Taizé, um uns die Bibelstelle näher zu bringen, ging es dann in zufällig ausgewählte Bibel-Gruppen, die für die ganze Woche beständig waren. Durch die ganzen unterschiedlichen Nationalitäten wurden die Bibelgruppen-Gespräche sehr interessant und abwechslungsreich. Intensive Gespräche, Diskussionen, Überlegungen aber auch gemeinsame Spiele durften in jeder Bibelgruppe nicht fehlen.

Am Sonntagmorgen um 06:30 Uhr war die Oster-Lichtermesse in Taizé.

Eine der schönsten Messen in der ganzen Woche. In dieser Messe ist mir auch erst klar geworden, dass es schon sehr zeitnah nach Hause geht. Die Zeit in Taizé ist wie jedes Jahr, einfach viel zu schnell umgegangen. Alle anderen Teilnehmer und ich wären gerne noch länger dageblieben.

Auch wenn ich jetzt seit acht Jahren, jedes Jahr wieder nach Taizé fahre, freue ich mich wie ein kleines Kind auf die Reise. Jedes Jahr ist unterschiedlich und für mich ein Höhepunkt im Jahr.

An jedem einzelnen Tag hat man soviel erlebt, aber dennoch kommt mir diese eine Woche immer nur vor wie ein einzelner Tag.

Die Rückfahrt nach Hause gestaltete sich ruhig. Alle Eindrücke, die man in der Woche gesammelt hatte, wurden erzählt und verarbeitet.

Ich freue mich jetzt schon 2019 wieder dabei zu sein und eine neue wundervolle Woche mit vielen Freunden und neuen Leuten zu genießen.

Katia Quakernack

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Kinderfreizeit zurück aus Wilhelmshaven – oder:

Die wundersame Welt im Piratennest…

Ich könnte von zehn normalen Tagen berichten, voller Langeweile, Alltagstrott und wenig Zeit für Abenteuer und Spaß. Allerdings würde ich dann nicht von unsrer Kinderfreizeit in Wilhelmshaven 2017 schreiben.

19 Kinder und sieben Betreuer machten sich am Montag, den 14.08.2017, auf den Weg nach Wilhelmshaven ins Piratennest. Dort angekommen, empfing uns ein echter Wilhelmshavener Urtyp namens Roland, der Besitzer des „Piratennest“.  Dies war unser Domizil für die nächsten Tage und es sollte abenteuerlich werden. Schon im Piratennest gab es einiges zu bestaunen. Von überall grinsten uns Piraten entgegen und Schatzkarten aller Weltmeere waren auf Wände und Decken gezeichnet.

In den darauffolgenden Tagen begaben wir uns in viele weitere spannende Abenteuer. Wir suchten fast täglich Werwölfe und die Betreuer mussten sich den Teilnehmern geschlagen geben. Wir durften in U-Boote und Marineschiffe eindringen, sie entern und waren fast schon auf dem Weg in fremde Gewässer. Wir empfingen Gäste auf Piratenart und bestaunten die Schönheit der Meeresbewohner.

Das Schönste aber war, dass wir Freunde fanden und Spaß miteinander hatten, tanzten und lachten und nach 10 erlebnisreichen Tagen alle glücklich wieder in Münster ankamen.

Danke an alle für die tollen Tage mit Euch!

Katja Duderstadt

Jugendfreizeit - zurück aus Schweden

Am 25.07.2017 sammelten sich alle Freizeitteilnehmer_innen und Leiter_innen spätabends vor dem Ostbad um nach Schweden zu reisen. Bereits die Fahrt war extrem ereignisreich; so gab es den Versuch auf der Fähre eine Hängematte aufzuhängen (erfolgreich) oder den, eine Jacke als Drachen steigen zu lassen (eher nicht erfolgreich).

In Schweden angekommen, trafen wir auf unsere „Vormieter“, mit denen wir gemeinsam sangen und spielten, bevor sie sich auf den Heimweg machten. Wir bezogen unsere Zimmer und mussten anschließend unser Mittagessen durch das Erledigen verschiedener Aufgabe von den Teamern erobern. Während die Suppe kochte, wurde zum ersten Mal im See gebadet, der sich als sehr trüb und schlammig erwies.

Am Nachmittag wurde uns das Prinzip der Workshoparbeit erklärt: In der ersten Woche wurden tagsüber verschiedene Workshops angeboten, die jeden Abend gemeinsam eine Show gestalteten. Mit diesem Konzept wurde dann auch gleich mit der Arbeit begonnen und nur wenige Stunden und ein Abendessen später stand die „Early night show“ auf der Bühne.

Jeden Morgen gab es vor dem Frühstück die Möglichkeit zum Frühschwimmen oder zu einer Morgenandacht, dann begann das gemeinsame Programm mit einem Spiel als Icebreaker und der Bibelarbeit, in der wir Stück für Stück die Josephs Geschichte erarbeiteten. Im Anschluss teilten sich die Teilnehmer selbstständig den verschiedenen Workshops zu. Angeboten wurden Moderation, Medien, Musik, kreatives Gestalten und Kleinkunst, die jeweils von einem Teamer betreut wurden. Diese traten von der Leiter- jedoch immer mehr in die Begleiterrolle über.

Auch am Nachmittag gab es neben weiteren Spielen und einem Input zu einem Lebensthema Zeit in den Workshops. Nach der allabendlichen Late-night-show gab es eine Andacht und die Gelegenheit zum Reden, Karten spielen oder früher Schlafen gehen. Parallel zu diesem Programm wuchsen wir auch als Gruppe zusammen, lernten neue Leute kennen und vertieften ältere Bekannt- und Freundschaften. Nach einer Woche, die komplett ausgefüllt war und trotzdem zu kurz schien, war die Hälfte der Zeit auch schon vorbei.

Am nächsten Tag packten wir unsere Rucksäcke und wanderten los. Allerdings sind die Wassergräben im schwedischen Wald komplett unvorhersehbar, was zu Brücken und Gelächter führte. Nach zwei Stunden erreichten wir einen geeigneten Lagerplatz, an dem wir ein Feuer anzündeten und die mit dem Bulli gelieferten Zelte aufbauten. Leider fing es im Laufe des Abends an zu regen, wodurch es am Lagerfeuer nicht ganz so gemütlich war wie möglich. Am nächsten Tag zogen wir weiter auf einen Hügel, von dem das Haus gut zu erreichen war, was sich als praktisch erwies, als es am nächsten Tag erneut zu regnen und sogar zu gewittern begann. Wir mussten uns ins Haus zurückziehen und setzten unser Programm drinnen fort. Da der Himmel etwas aufklarte, konnte am nächsten Tag auch „Capture the flag“ gespielt werden und Angebote wie Wandern und Kanufahren stattfinden. Am letzten vollen Tag fand das große Lagerbankett mit Köttbullar und Kartoffelbrei statt. Anschließend gab es noch Gespräche und Gesang am Lagerfeuer. Es kam zu einer großen Liebeserklärung an die ganze Gruppe, die jeden berührte und eine Zeit des Dankes aneinander, der Umarmungen und auch einiger Tränen hervorrief.

Aus vielen kleinen ist auf dieser Freizeit eine große Gruppe geworden, die sich nur ungern trennt und sich hoffentlich beim CVJM oder anderswo immer wiederfindet. Um mit unserem allgemeinen Schlachtruf zu enden: Ahu!

Clara Hansberger, Freizeitteilnehmerin

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Pfingst-Freizeit 2017 - Ein Reisebericht

Am Freitag, dem 02.06.2017, trudelten nach und nach mit netten Familien, jungen Erwachsenen und Teens befüllte Autos aus Münster am Senneheim in Bielefeld ein.

Noch bevor wir eintreten konnten, wurde uns bei Getränken und Kuchen eröffnet, mit wem wir uns das Zimmer für die nächsten vier Tage teilen dürfen. Nach dem allgemeinem Auspacken und leckerem Abendessen lernten wir uns bei Kreisspielen kennen. Zum Abschluss des Tages gab uns Martin dann noch eine Andacht zum Thema „Du siehst mich“ mit auf den Weg, bevor der Tag in einem offenen Abend mündete.

Der darauffolgende Samstag wurde mit einem Brunch eingeleitet. Am späteren Vormittag irrten wir durch die umliegenden Wälder und suchten in einer Schnitzeljagd, die von Martin zum Teil zu gut versteckten Rätsel. Der Nachmittag wurde entweder zur Vorbereitung auf den Poetry-Abend genutzt oder einfach um sich zu entspannen. Am späten Nachmittag wurden dann noch in Workshops der Pfingstgottesdienst und das Abendbrot vorbereitet. Abends gab es nach der Andacht den von vielen erwarteten Poetry-Abend am Lagerfeuer. Dieser klang mit Impronummern über den „Generalfeldsekretär des CVJM Münster“ oder „Dem erhabenen Bücherkönig“ und dem Barden selbst aus, welche ich hier aus Anonymitätsgründen nicht beim Namen nennen möchte.

Sonntagvormittag feierten wir einen schönen Pfingstgottesdienst, dessen Deko zu Teilen durch die  mit angereisten Babys ergänzt wurde, da die Predigt von Kindern handelte. Es folgte die traditionelle Kanutour, an deren Ende wir Martin glaubhaft machen konnten, dass die Tour noch um 10 km erweitert werden muss, da die ursprünglich geplante Anlegestelle von einem Tor blockiert wurde. (Allen anderen Anwesenden war natürlich der Code des am Tor angebrachten Zahlenschlosses bekannt.) Den Abschluss des Tages bildete dann der Film „Fantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“.

Montag gab es zum Freizeit-Abschluss noch ein amtliches Juggertunier, eine Abschlussandacht und ein gemeinsames Aufräumen.

Felix Weyand (FSJler des Jahres 2019 ?)

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Ostern Taizé 2017

Taizé-Erfahrungsbericht 2017 von Philipp Engels (21 Jahre)

Als ich aus dem Bulli aussteige und meine Füße den Boden berühren, wirbelt Staub auf und kleine Steinchen stoßen aneinander. Ich schaue in die Sonne und verdecke mit einer Hand mein Gesicht, um meine Augen an das grelle Licht zu gewöhnen. Aus der Ferne vernehme ich leise Gitarrenmusik und das Singen der anwesenden Jugendlichen - wobei in Taizé der Begriff „Jugendliche“ doch recht locker ausgelegt wird; üblicherweise sieze ich 29jährige im Alltag. Aber in Taizé ist das Leben ohnehin lockerer und einfacher als in Deutschland.

Nachdem Sabrina uns einen überdachten Schlafplatz organisiert hat und ich erkennen muss, dass ich mal wieder vollkommen umsonst mit meinem Zelt angereist bin, kann die Woche nun auch offiziell beginnen. Wir beziehen unsere Baracken und machen uns bei strahlendem Sonnenschein mit unsere Decken auf einer nahe gelegenen Wiese gemütlich.

Gegen Abend macht uns die sinkende, aber immer noch angenehm warme, Sonne darauf aufmerksam, dass es bald Abendessen geben wird, etwas, dass wir nach einem langen Tag und einer noch längeren Nacht in den Bullis gut gebrauchen können. Mit den Tellern und Schüsseln, die sich auf einem kleinen Tablett befinden, machen wir uns auf zu ein paar im Schatten stehenden Bänken, um uns dort unsere verdiente Stärkung zuzuführen.

Einige Zeit später ertönt auf einmal Glockengeläut; es ist Zeit für das Abendgebet. Mit einer Messe voller Gesang und einer zwischenzeitlichen Stillephase werden wir auch von den Brüdern der Communauté willkommen geheißen. Nach dem Abendgebet und einem kurzen Rundgang über den abendlichen Versammlungsort, legen wir uns in unsere Betten und versuchen den Schlafmangel der letzten Nacht aufzuholen.

Am nächsten Morgen werden wir von Glockengeläut geweckt, die Morgenmesse steht an. Wir suchen uns einen Platz auf dem Boden der Kirche, wo wir schnell von vielen anderen Menschen umringt werden. Durch die vielen Gesänge während des Gottesdienstes wachen wir ein wenig mehr auf, als dies zunächst der Fall war und bekommen auch mehr Hunger. In der Schlange an der Essensausgabe hören wir überall das Wort „Schokolade“, einige von uns wissen bereits, was gemeint ist. Je weiter wir im Gedränge immer weiter nach vorne geschoben werden, desto mehr erkennen auch die „Neuen“ den Grund für das Gemurmel. Vorne angekommen, werden uns Brötchen, Tee und Schokoladenstücke angereicht und wir versammeln uns zum Essen erneut an einer Bank. Stück für Stück verkleinert sich unsere Gruppe dann auch wieder, die Mitarbeit steht an und einige von uns müssen zeitig los.

Nach einem, für manche von uns, anstrengenden aber für alle auch immer wieder lustigen Vormittag treffen wir uns in der Kirche zum Mittagsgebet wieder, auch dieses wird mit Glockengeläut begonnen. Erneut stellen wir uns danach in der Essensschlange an und bekommen etwas Warmes in die Hand gedrückt. Mit vollen Bäuchen geht es danach zu einer kleinen Mittagspause zurück zu unserer Wiese, es wird gelesen und musiziert.

Ausgeruht geht es am Nachmittag zur Bibeleinführung, welche je nach Kleingruppe sehr unterschiedlich ausfallen kann, von intensiven Diskussionen über ethische und gesellschaftliche Themen bis hin zu ebenso intensivem Spielen ist alles dabei. Am späten Nachmittag gibt es dann Tee mit einem kleinen Snack und wir finden als Gruppe wieder zusammen. Mal wieder geht es auf zur Wiese, das gute Wetter muss schließlich ausgenutzt werden und ausreichend ermattet für eine kleine Pause ist man fast immer. Gegen Abend gibt es dann wieder etwas zu Essen und im Anschluss einen erneuten Gottesdienst.

Als ich spät am Abend in die Flammen des Osterfeuers schaue, frage ich mich, wo die Zeit geblieben ist, die wir in Taizé verbracht haben. Wie immer ging sie viel zu schnell vorbei, um sich mit all den Menschen, die man kennengelernt hat, ausreichend zu unterhalten und die Ruhe und Abgeschiedenheit des Ortes zu genießen. Nachdem am nächsten Morgen alles in den Bullis verstaut ist und wir uns auf dem Heimweg befinden, überkommt uns alle ein etwas mulmiges Gefühl, wir wären alle gerne länger geblieben.

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Bericht der Kinderfreizeit 2016 in Versmold

29 von 80 Millionen machten sich vom 1.8. – 10.8.2016 auf den Weg, um den Schulbauernhof Künnemann in Versmold zu entdecken!

Alle Winkel des Bauernhofes wurden erkundet - bis zur hintersten Ecke des Kuhstalls. Schon bald kannten wir jede Kuh, jede Katze, Emma den Hofhund und eine Menge Fliegen, Mücken und Bremsen.

Dabei haben wir eine Menge schöner Dinge erlebt:
Wir haben Feen besänftigt, Wanderungen gemeinsam überstanden, Kühe gefüttert, mit Katzen gekuschelt und gespielt, die Mitarbeiter nicht besiegt, alles unordentlich und wieder ordentlich gemacht, Geschichten gehört und erzählt, einen Schwimmbach erobert, einen Tag im Hallenbad verbracht, einen Kettcar-Führerschein gemacht, gefeiert, getanzt, gesungen, gebetet, unglaublich lecker gegessen, einen Krieg gegen eine Maus verloren, T-Shirts gebatikt, Briefe geschrieben, Freunde gefunden, Kooperationsspiele mit Tobias gespielt, im Hochseilgarten die Baumwipfel erobert, im Casino nicht das Taschengeld verspielt und und und.

Es waren 10 ereignisreiche Tage auf dem Schulbauernhof Künnemann!

Wenn wir uns begegnen, dann leuchten wir auf wie Kometen - 29 von 80 Millionen!

Katja Duderstadt
Leitung der Kinderfreizeit

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Bericht der Jugendfreizeit in Frankreich 2016

Bei starkem Regen kamen wir nach einer nächtlichen Busfahrt auf dem Campingplatz in Frankreich an. In den nächsten Tagen wurde das Wetter zum Glück viel besser. Bei der Ralley wurden wir nicht nur durch die schöne Altstadt von Salavas geführt, sondern auch vor lustige, zum Teil verwirrende, Aufgaben gestellt.  Noch am selben Abend bekamen wir die Möglichkeit das Feuerwerk zu Ehren des französischen Nationalfeiertags mitanzusehen. Ursprünglich sollte die Wanderung zur Burg von Salavas führen, jedoch landeten wir letztendlich an einem wunderschönen Strand neben einer alten Mühle, den wir noch sehr oft besucht haben.

Beim Spiel „ Schlag den Mitarbeiter“ zeigten alle viel Begeisterung und Kampfgeist, natürlich gewannen die Teilnehmer. :-) Am Wochenende stand das erste große Highlight an: die Canyoning Tour. Früh morgens um sechs Uhr wurden wir aus den Betten gerissen, um zusammen zu frühstücken. Ein paar Stunden später wurden wir mit Neoprenanzügen, Helmen, Wasserschuhen und Socken, sowie Rückenschützern ausgestattet. Das Abenteuer begann gleich mit einem Sprung von einem  Vier Meter hohen Felsen ins eiskalte Flusswasser. Es folgten weitere Sprünge, der Rutsch auf einem Wasserfall und das Klettern durch enge Felsspalten. Oft war es für Einige eine sehr große Überwindung, jedoch blieb der Spaß dabei nicht aus.

Gleich darauf folgte das nächste große Abenteuer. Die zweitägige Kanutour führte viele an ihre Grenzen und trotzdem blieb sie bei allen in sehr guter Erinnerung. Bei Sonnenschein fuhren wir in Zweierkanus den Fluss entlang und mussten reißende Stromschnellen überwinden, wobei einigen der Fall ins Wasser nicht erspart blieb. Beim berühmten Strand von Pont d´Arc machten wir unsere erste Pause. Wir durften sogar aus einem Loch in der Felswand in sechs Meter Höhe ins Wasser springen. Nach gefühlten sechs Stunden Fahrt kamen wir müde und erschöpft an einem Bivouacplatz an. Dort wurden wir mit Grillen zum Abend belohnt und schliefen nachts auf einer Plastikplane unter freiem Sternenhimmel.  Um fünf Uhr morgens wurden wir von einem Wildschwein heimgesucht, welches  sich an den Bananen aus Tims Rucksack bediente und ein wenig für Aufruhr sorgte. Aufgrund der berüchtigten Botoxmücke wachten einige am nächsten Morgen  mit einer riesigen  Lippe oder angeschwollenen  Augen auf.

Danach ging es auch schnell wieder weiter aufs Wasser. Die Natur war atemberaubend schön und auch das Wetter spielte sehr gut mit. Wir machten an verlassenen Orten Halt um uns im kühlen Wasser zu erfrischen und uns zur Abwechslung mal wieder ein Baguette zu gönnen. Am Mittwoch stand die Fahrt nach Avignon an. In kleinen Gruppen konnten wir durch die Gassen laufen und der Ein oder Andere kaufte sogar ein paar Mitbringsel ein. Das meiste Geld wurde jedoch mit Abstand für Süßigkeiten, wie den berühmten „Carambar“, ausgegeben.

Die Fahrt neigte sich trauriger weise dem Ende zu, aber etwas sehr Schönes stand noch bevor: die Open Stage. Tagsüber wurden in Workshops die Vorstellungen für den anstehenden Abend vorbereitet.  Das Bühnenprogramm war sehr vielfältig. Es bestand aus Poetry-Slams, einer lustigen Herzblattshow, einem Tanzauftritt, Improtheater, sowie Musikbeiträgen und einer süßen Hundeshow mit Nino. Alle hatten viel Spaß und es wurde sehr viel gelacht.

Abschließend muss man sagen, dass es eine wunderschöne Zeit mit vielen tollen Momenten war. Nach und nach ist die Gruppe immer mehr zusammengewachsen und es haben sich viele neue Freundschaften gebildet.

Von Sara Sofie Schat, 14 Jahre

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Bericht der Pfingstfreizeit 2016

Bielefeld – Ein Event mit 4 Gängen

1. Amuse-Gueule (Gruß aus der Küche)

Süße Verführung „Kaffee und mehr“ - Aromen der Welt - Kennenlernbüffet Begleitprogramm: Es ist immer wieder schön, Altbekanntes neu zu entdecken und sich auf Neues einzulassen. Nicht nur Aromen sondern auch Menschen und Orte laden dazu ein. Besonders hilfreich sind hier Kennenlernspiele, die auf einen Außenstehenden wirken, als wäre der kollektive Wahnsinn ausgebrochen – der perfekte Beginn eines tollen Wochenendes.

2. Hauptgang (die Vorspeise musste wegen des Wetters entfallen)

Frühstücksbuffet „Kalorien gegen Kälte“ – Beweglicher Snack - Kuchen – Grillbuffet „Heino trifft Pavarotti“
Begleitprogramm: Um den nötigen Appetit zu erlangen, ist nichts besser als Bewegung. Noch besser ist Bewegung an frischer Luft. Am besten ist Bewegung an frischer, kalter Luft. Die Teilnehmer der Kanutour hatten das Glück, dass alle Bedingungen erfüllt wurden. Als besondere Dreingabe gab es dann noch Gegenwind. Die perfekte Verbindung von Menschen und Boot sorgte aber dafür, dass alles mit Humor getragen wurde. Für alle, die nicht an der Kanutour teilnahmen, gab es ein vielfältiges Alternativprogramm: Tierpark, Schwimmbad, Kochevent oder schlichtes Nichtstun. Gestärkt vom Grillbuffet konnte, wer wollte, den ESC genießen. Bald wollte aber keiner mehr, selbst der Beamer konnte das Elend nicht mehr aushalten und verweigerte den Dienst. Dann doch lieber Werwölfe durch die Nacht begleiten.

3. Zwischengericht

Frühstücks-Brunch „Rundum glücklich“ – natürlich Kuchen – Nudeln mit Bolognese „Martins special“ und Pesto fantastico
Begleitprogramm: Energie aus Essen will in Aktion umgesetzt werden, darum versammelte sich eine unerschrockene Gruppe, um im unwegsamen Gebiet eine Flagge zu erobern und ins heimische Feld zu holen. Im ganzen Grün war die jeweilige Flagge jedoch unauffindbar. Es war schon schwer genug, den Gegner zu entdecken. Auch in diesem Jahr hieß daher das Ergebnis unentschieden. Für weniger Wagemutige bot Bielefeld die altbekannten oder neu zu entdeckenden Attraktionen. Der ruhigere Part des Tages wurde von den Vorbereitungen für den Gottesdienst in Anspruch genommen. Das Thema Vergebung wurde auf vielfältige Weise umgesetzt und schnell war klar: „Bei Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Bibel oder fragen Sie Ihren Pastor.“ Die Freude an der Musik aus dem Gottesdienst wurde direkt weitergetragen und der spontan gegründete Chor nahm sich alles vor, was www.liedtexte.de so hergab (gut, dass die Nachbarn weiter weg wohnen).

4. Nachspeise

Frühstücksbuffet „Last but not least“ – Suppentraum vegetarisch und auch nicht
Begleitprogramm: Ein kulinarisches Highlight näherte sich leider dem Ende. Wir haben alle Gänge genossen. Der letzte Punkt auf der Liste war der pädagogischen Ansatz, darum durften sich die Jungs mit Riesenwattestäbchen (oder so etwas ähnliches) jagen und jegliche Regelverfehlung ausgiebig diskutieren (die Mädchen durften auch, zogen es aber vor dem Kampfgetümmel fernzubleiben). Allmählich wurde klar, auch die schönste Zeit ist mal vorbei. Nach gemeinsamen Großreinemachen mussten wir uns voneinander verabschieden, mit einer Träne im Auge und einem Lachen im Gesicht, denn im nächsten Jahr zu Pfingsten…….

Mechtild Hegemann, Teilnehmerin